Aremorica: neues Britannien

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Aremorica (auch Armorica, von keltisch are mori, „vor dem Meer“), war in der Antike eine geographische Bezeichnung für die nordwestliche Küste Galliens zwischen den Flüßen Sequana (Seine) und Liger (Loire), also die heutigen Landschaften Normandie und Kleinbritannien. Die Region war ab der Eisenzeit bis zur Eroberung durch das Römische Reich das Siedlungsgebiet gallischer Stämme wie der Aulerker, Coriosoliten, Eburoviken, Lexovier, Namneten, Osismier, Redonen, Veneter und Veneller und wurde dann in der gallo-römischen Zeit zuerst als Teil der römischen Provinz Gallien und später als Teil der Provinz Gallia Lugdunensis verwaltet.
56 v. Chr. unterwarf Julius Cäsar die Armorikanische Halbinsel. In den folgenden Jahrhunderten prägte die römische Kultur die Armorika, bis vom 5. Jh. n. Chr. an erneut Kelten – die Bretonen – aus Britannien über den Ärmelkanal kamen.
Nach Abzug der römischen Armee zu Anfang des 5. Jahrhunderts, unter Kaiser Honorius, vertrieben die Provenzialen um 409 die römischen Verwaltungsbeamten und erklärten sich für unabhängig. Die aremorischen Häuptlinge und Städte schloßen danach einen Bund zum Schutz gegen die Überfälle von Germanen und Angelsachsen. Germanus von Auxerre reiste 437 an den kaiserlichen Hof in Ravenna, um Nachsicht für die Bewohner von Aremorica zu erlangen. Der einflußreiche römische Heermeister Aëtius hatte alanische Truppen zu einer Strafexpedition gegen die dortigen Bagauden entsandt, die sich unter Führung eines gewißen Tibatto erhoben hatten. Das o.e. Waffenbündnis hielt bis zur Eroberung eines Teils des Landes durch den merowingischen König Chlodwig I. um 500. Bald darauf wanderten viele von den Angelsachsen verdrängte britische Kelten (Bretonen) ein, und infolgedessen erhielt das Land Aremorika den neuen Namen Brittania-Minor, dh Kleinbritannien.

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Britannien und Christentum

Edward Hughes (1832-1908) Peasant Woman of Brittany
Die Bretonen waren schon christianisiert, als sie vor den Germanen-Stämmen der Angeln und Sachsen flohen. Die Neuankömmlinge verbreiteten ihre keltische Sprache und das Christentum in Kleinbritannien. Die sieben bis der franz. Revolution bestehenden traditionellen Bistümer entstanden erst etwa 3 Jahrhunderte später, jeweils besetzt, wo sich unter den Einfluß einer der berühmten heiligen Mönchen der Wanderbewegung ein Kloster erbaut wurde, und nahe von den zahlreichen Klostern die entwickelten sich die umfriedeten Pfarrbezirke, die zu Zentren des Gemeinschaftslebens wurden. Es besteht in Kleinbritannien noch heute die Namen dieser Urpfarreien, die teils mit Plo oder Plu, oder Pleu, oder noch Plou, Ploe… geschrieben werden ; dieser Namenbestandteil heißt : Pfarrei, Gemeinschaft, Volk… Plouarzhmael (franz. Ploërmel), Plegadog (Pleucadeuc), Pluveleg (Plumelec)… Andere beginnen mit dem Wort lann, das bedeutet Einsiedelei ; zu jedem Plou oder Lann wurde den Namen eines Heiligen zugesetzt, oder eines Fürst, oder ein Bestimmungswort aus der Natur : Lanildud = Sankt Ilduts Kloster ; Plusulian = Sankt Sulians Pfarrei ; Lanveur = die große Pfarrei. Diese selben Namen bestehen teilweise in der Insel, in Cornwall und Wales, mit verschiedenen Schriften.
Die Bretonen verehren die religiösen Anführer der Einwanderer als Heilige. Auch heute noch führt die bretonische Wallfahrt Tro Breizh (Breizh: bretonischer Name Kleinbritanniens) durch Britannien zu den Bischofsstädten, wo die sieben Gründungsheiligen ihre Kloster erbauten.

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Die neun Land-Bistümer (Bro heißt „Land“)

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henriRoyer

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Alles was Sie über Kleinbritannien wissen sollen….

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